​Adrie Fritz Johannes „die Welt steht still“

​Adrie Fritz Johannes „die Welt steht still“


Ich möchte Euch meine Geschichte erzählen und mich auf diesem Wege bei Jasmin, unserer wunderbaren Sternenkind-Fotografin, bedanken.

Als ich am 30.07.2018 mit 42 Jahren erfuhr, dass ich ungeplant und unerwartet schwanger war, war ich zunächst geschockt aber dann waren wir glücklich und freuten uns auf unser Baby. Ein Geschenk eben…

Alle vier Wochen ging es furchtbar aufgeregt zu den Untersuchungen und immer war alles völlig in Ordnung. Es war so schön zu sehen, wie das Baby immer mehr als solches zu erkennen war und wie er sich bewegte.

Bis der 15.11.2018 kam. Da bekam ich „aufgrund meines Alters“ eine Überweisung zu einem anderen Frauenarzt, um Fehlbildungen ausschließen zu lassen. Als wir dann am 22.11.2018 um kurz nach 14 Uhr in der 22. SSW erfuhren, dass wir einen Sohn bekommen, waren wir überglücklich. Eine Stunde später wussten wir, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, mit unserem Sohn.

Es folgte am 23.11.2018 eine erneute Untersuchung, die bestätigte, dass unser Sohn nicht gesund ist. Er war nicht lebensfähig und es war nur eine Frage der Zeit, bis er sterben würde. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch in meinem Bauch. Das wollten wir nicht abwarten, weshalb wir dann am 27.11.2018 medikamentös den Abbruch einleiteten.

Nach 21 Stunden Schmerzen im Herzen, in der Seele und im Körper, kam unser Sternchen, unser kleiner Mann, ganz vollkommen am 30.11.2018 um 04.09 Uhr still auf die Welt. Sein kleines Herz hatte während der Geburt aufgehört zu schlagen. 360 Gramm und 27 cm war er klein und so zerbrechlich.

Grausam ist das Wort des Jahres 2018 für uns. Oft habe ich mich gefragt, warum ich ihn normal zur Welt bringen musste aber letztendlich bin ich froh. Dass wir unseren Sohn sehen und halten durften, war der schönste und zugleich traurigste Moment in unserem Leben. Peggy, unsere Hebamme, behandelte uns drei mit Respekt und ließ uns ausreichend Zeit, zu regenerieren und uns in Ruhe von ihm zu verabschieden.

Er war so ein hübscher kleiner Kerl und natürlich kam eine Fotografin, Jasmin G., von Dein-Sternenkind und machte ganz wunderbare Bilder von ihm, die heute als Erinnerung an unseren Sohn für uns unverzichtbar sind.

„Ihr Sohn lächelt“, hat sie gesagt und sie hatte Recht; das tat er.

Am 16.01.2019 wurde er in einem „Sternenkindergarten“ in Öjendorf beigesetzt.

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihn in meinen Händen und auch in denen seines Vaters und wenn ich mich konzentriere und Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand aufeinander reibe, kann ich noch immer seine kleine Hand spüren.

Wir werden Dich nie vergessen!


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