Karl-Friedrichs Mama erzählt

Karl-Friedrichs Mama erzählt

Ich möchte euch meine Geschichte erzählen und mich bei euch bedanken das ich so eine tolle Sternenkinder Fotografin hatte.

Ich war bis Montag, den 17.09.2018 schwanger, mit einem völlig gesunden Jungen in der 28. SSW.
Letzten Mittwoch war ich bei einer Routinekontrolle mit CTG und Ultraschall. Das CTG musste abgebrochen werden, weil mein kleiner Prinz mit Schlägen und Tritten das CTG bearbeitete. Beim Ultraschall danach war alles in Ordnung, Karl-Friedrich saß da und spielte sich im Mund rum.
Super glücklich fuhr ich nach Hause. An diesem Tag verstarb mein Baby, in meinem Bauch bei der 27+3 SSW.
Ich wunderte mich, dass er abends nicht wach wurde, als ich ihm seine Spieluhr auf meinen Bauch legte, doch dachte mir nichts dabei. So richtig bemerkt habe ich es erst am Donnerstag.
Er bewegte sich nicht. Ich schüttelte und ärgerte ihn, aber nichts geschah. Die Hebamme sagte, vielleicht hat er sich gedreht. Immer wieder wiederholte ich, dass ich ihn nicht merke, aber alle meinten, es gehe ihm gut.
Freitag früh fuhr ich zu meiner Frauenärztin. Schnell stellte sich heraus, dass mein Prinz nicht mehr lebte. Ich verstand nicht und sagte ihr, sie soll nochmal schauen und nochmal. Ich fing an zu schreien, Sie soll suchen, ich verstand es nicht.
Mein Baby war tot.
Ich sollte noch am Freitag in den Kreißsaal. Dort bekam ich gleich das erste Gel zur Wehenförderung. Wehen bekam ich, jedoch nicht stark genug. Sie wiederholten die Wehenförderung immer wieder. Ich war am Ende meiner Kräfte. Ich weinte Tag für Tag, wie soll man Kraft aufbringen, wenn man keine Freude hat. Verzweiflung, Wut, Trauer und Schmerz waren meine Begleiter.
3 Tage lang lag ich in den Wehen, bis ich eine PDA bekam und einen Wehentropf. Ich wollte dieses Kind nicht bekommen - es ist doch meins, es ist noch nicht soweit. Nun musste ich loslassen, ihn gehen lassen. Sonntagnacht fing dann die Geburt an. Aber warum? Warum muss ich das alles durchmachen, es ist doch mein Wunschkind? Warum so viel Schmerz und Leid? Warum nicht einfach einen Kaiserschnitt und alles schnell beenden?
Nach der schmerzhaften und wunderschönen Geburt meines Sohnes Karl-Friedrich mit 1060g und 39cm, verstand ich, warum ich das durchmachen musste.
Die Geburt meines vollkommenen Sohnes war das Schönste und Traurigste, was ich erleben musste. Geburt und Sterben so dicht beieinander. Willkommen heißen und verabschieden. Mein kleiner Prinz war so perfekt, er war wunderschön, seine Hände und Füße, seine kleine Nase und der Mund. Er roch so gut. Ich küsste ihn immer wieder, um ihm all meine Liebe auf seinem Weg mitzugeben.
Es ist unbeschreiblich, dieses Muttergefühl, was einen überrennt. Ich lag da und war so stolz, ich freute mich und lachte und dann fing ich laut an zu heulen und schrie aus Verzweiflung.
Mein kleines Baby so wunderschön und leblos. Still geboren.

Eine Sternenkind Fotografin kam, um mit mir und Karl-Friedrich den letzten Weg zu gehen. Sie machte Bilder von ihm, jedes kleine Detail an seinem wunderschönen Körper fing sie ein, damit ich auch alles habe, von ihm. Sie fing meinen Schmerz und meine Tränen ein und meine bedingungslose Liebe zu ihm.


Die Hebamme hat ihn gemessen und gewogen, hat seine Handabdrücke und Fußabdrücke genommen und ich war so stolz, dass er da war.
Als der Moment kam und ich meinen kleinen Sohn der Hebamme übergab, zerbrach mein Herz in tausend Teile. Sie legte ihn in ein Bett und deckte ihn zu. Sie schaute mich an und fuhr ihn raus.

Ich weinte laut aus Verzweiflung und Traurigkeit, mein kleines Baby ist zu den Sternen gegangen und lässt mich zurück. Seine liebende Mama.

Ich werde ihn am Freitag zu Grabe tragen. Mit ihm geht ein Teil von mir.
Dieses Gefühl von Unvollständigkeit, Sehnsucht und Liebe bricht mich und nur langsam werde ich irgendwann wieder in den Alltag zurückfinden.
In Erinnerung an meinen kleinen Prinzen Karl-Friedrich. Er kam zur Welt am 17.09.2018 um 00:08 Uhr.


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