DSK

Maries Fotografin erzählt...

Es ist Samstag, ein Einsatz kommt rein. Ich nehme an. Die kleine Marie, 40. Woche tot geboren mit Trisomie 18. Der Bestatter will die Kleine Sonntag zu den Eltern nach Hause bringen, sie möchten gerne Fotos mit der Familie zu der auch zwei kleine Jungs gehören. Wieder eine ganz andere Situation als bei meinen ersten beiden Einsätzen. Ich telefoniere mit der Mutter. Sie wirkt gefasst und freut sich total, dass jemand anruft. Wir vereinbaren uns Sonntag Mittag bei ihnen zu Hause zu treffen. Nachmittags die Nachricht, der Bestatter bekommt die Kleine morgen nicht. Wir verschieben auf Montag Nachmittag. Beate ist mein Backup und immer im Hintergrund.

Montag morgen habe ich eine aufgelöste Mutter am Telefon. Der Bestatter war in der Klinik, er konnte die Kleine wieder nicht mitnehmen, es wird gestreikt in der Klinik. Ich bin fassungslos, beruhige die Mutter, dass wir das auf jeden Fall hinkriegen. Ich überlege noch, ob wir über Dein Sternenkind etwas erreichen können, aber es bringt nichts, der Bestatter hat heute keine Zeit mehr. Der Dienstag geht ins Land, ich kann heute auf keinen Fall, Beate hält sich bereit.

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Drei Jahre mit Marlene

Marlene wurde für ein kurzes Leben geboren. Das war vom ersten Tag an klar. Vor knapp drei Jahren gab es in der Klinik schon einmal Bilder von ihr, weil niemand wusste, ob Sie es überhaupt ins Leben hinein schaffen würde. Aber sie tat es und schenkte ihren Eltern diese Jahre.

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Kleines Winterkind - Mattis

Unsere Geschichte ist mitunter ein Beispiel dafür, wie es irgendwie nicht laufen sollte. Hätte ich an diesem Tag von Euch gewusst und all die anderen Dinge, wäre es wahrscheinlich anders gelaufen. Ich weiß nicht, wer oder ob hier überhaupt alle Geschichten gelesen werden die ankommen. Es sind bestimmt unzählige, aber wie schon dort stand, reden hilft und irgendwie hoffe ich, dass es dazu beiträgt - keine Ahnung, ob andere davon erfahren - dass andere Eltern, gerade in diesen frühen Schwangerschaftswochen den Abschied von ihren Kleinen schöner erleben können oder vielleicht auch wissen, dass auch andere es so "unschön" durchleben mussten.


Manchmal denke ich, ich habe gar kein Recht zu trauern, weil Mattis noch so klein war. Ich lese so viele Geschichten von "großen" Babys die ihre Reise antreten mussten und die Eltern, die so unendlich traurig sind. Jeder würde sich wahrscheinlich denken, ach, wenn uns das in diesen frühen Wochen passiert wäre und nicht jetzt, in so einer späten SSW, wäre es vielleicht nicht so schlimm. Aber auch so früh tut es so unendlich weh. Man hat sich doch auch schon auf den Kleinen gefreut. Und plötzlich ist von einer Sekunde auf die andere alles anders.

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Wenn das Leben eine Vollbremsung macht

Wenn das Leben eine Vollbremsung macht:

Angefangen hat alles damit, dass ich letztes Jahr am 30.06.2009, am Geburtstag meines Mannes, meine Mama nach schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren verloren habe. Die Pille hatten wir bereits im Mai abgesetzt, aber aufgrund der ganzen Belastung konnte es gar nicht klappen...
Im November 2009 war ich dann zur normalen Untersuchung bei meinem Frauenarzt und erzählte Ihm von Mamas tot. Er sagte zu mir, ich solle erst mal wieder klar im Kopf werden und dann würde es auch mit Nachwuchs klappen. Also haben mein Mann und ich uns erst mal keinen Stress gemacht und auch nicht mehr an Nachwuchs gedacht...

Es war dann der 14.02.2010, der unser Leben änderte. Den ganzen Tag über hatte ich ein ganz komischen Gefühl, dann diesmal waren meine Tage ganz ausblieben und meine Brüste spannten.
Ganz aufgeregt bat ich meinen Mann, vom Flughafen einen Schwangerschaftstest mitzubringen. Gegen 03:00 Uhr morgens kam er heim und brachte mir den Test mit. Lange warten konnte ich nicht mehr, um 06:00 Uhr habe ich den Test gemacht, und dieser sagte mir, dass ich schon mindestens 3 Wochen schwanger war.
Nach nur etwa 2 Stunden Schlaf riss ich meinen Mann wieder aus dem Schlaf und erzählte Ihm, dass wir schwanger sind.
Am Morgen des 15.02.2010 riefen wir umgehend die Frauenarztpraxis an und machten für den gleichen Tag einen Termin aus.
Meine Frauenärztin bestätigte dann die Diagnose und teilte uns mit, dass wir bereits in der 12. SSW seien. Die ersten 3.Monate habe ich also überstanden, ohne es zu bemerken.
Wir waren beide total sprachlos - die Bilder auf dem Ultraschall waren die Bilder unseres Kindes. Wir schwebten auf Wolke 7.

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Jonte und seine Geschwister

Heute will ich euch von meinen Sternenkindern erzählen.

Ich bin mittlerweile 32 Jahre alt und habe 4 Sternenkinder.
Im August 2008 kam unser erster Sohn gesund und munter nach einer absoluten Traumschwangerschaft auf die Welt. Alles war so toll.
2010 entschieden mein Mann und ich dann, dass es an der Zeit für ein Geschwisterchen wäre.
Ich wurde schnell schwanger. Bei der ersten Vorsorge sah man nur eine Fruchthöhle. Nicht weiter schlimm, ich war ja erst in der 5. Woche. Also abwarten und in 2 Wochen nochmal zum Ultraschall kommen. Beim nächsten Ultraschall sah man den Dottersack und die Embryoanlage, aber keinen Herzschlag. Ich machte mir keine Gedanken, war ja immer noch recht früh und da war ja was in der Fruchthöhle. Der Arzt maß den Dottersack aus, schaute mich an und sagte:“ Das wird eh nichts, wenn demnächst Blutungen kommen, bitte ins Krankenhaus“ BUM. Ich saß da auf dem Stuhl und dachte nur: ähm Moment was hat der dir jetzt gesagt? Ich habe mich angezogen und bin gegangen. Habe mir eine zweite Meinung geholt. Der Arzt sagte, es sieht alles gut aus evtl. halt einfach später eingenistet aber ich würde mir da jetzt keine Gedanken machen. Nunja, abends setzten leichte Schmierblutungen ein. Ab ins Krankenhaus. Dort Ultraschall gemacht. Embryo mit Herzschlag, aber ganz schwach, zu sehen. Also nach Hause und schonen. Mein Mann stellte mir extra den TV ins Schlafzimmer und den Großen brachten wir zur Oma. Mein Mann wollte eigentlich zur Loveparade in Düsseldorf. Er blieb dann zu Hause (was das für ein Glück war brauch ich nicht sagen, oder?) Die Blutungen wurden leider immer stärker und nach 2 Tagen bin ich erneut ins Krankenhaus. Im Ultraschall sah man, dass unser Kind vorm Muttermund lag. Ich blieb über Nacht im Krankenhaus. In der Nachte spürte ich unseren Wurm aus mir rausrutschen. Ich war in der 8. Schwangerschaftswoche. Am 25.7.2010.
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